Gipfelstürmer
Coaching

von Frau zu Frau –

weil wir dieselbe Sprache sprechen

Was bringt Dich nach vorne?
Was bremst Dich aus?
Das Leben sollte ein wunderbares Abenteuer sein und kein Kampf im Alltagstrott.
Darum nutze, was in Dir steckt und werde die, die Du sein könntest! 

 

Mich kriegt keiner mehr klein!

Mein Herbst-Extra für Dich:

45 Min kostenfreies Mini-Coaching!

Sobald Du Dir vertraust, sobald weißt Du zu leben! (Goethe)

Stärke Dein Selbstvertrauen, erkenne Deine Fähigkeiten und entdecke Deine Ressourcen. Ein Coaching fördert Selbstsicherheit und Selbstbewusstsein, vermitttelt Strategien der verbalen und non-verbalen Kommunikation und unterstützt im Umgang mit Konflikten.


Herzlich Willkommen auf meiner Homepage,

schön, dass Du da bist!

 

Mein Name ist Anne Schmitz, zertifizierte Coach & Trainerin und leite seit 17 Jahren eine Coaching-Praxis mit Schwerpunkt Frauen–Coaching.

Aus den Erfahrungen, die ich in dieser Zeit mit unzähligen Frauen sammeln durfte, entstand ein Coaching- und Trainingskonzept, das vielen Frauen den Weg in ein neues, glückliches und erfülltes Leben gewiesen hat.

femiKIDO
® – Wehrhaft. Authentisch. Souverän
Dieses Konzept ist Basis meiner Arbeit..

Die eigenen Gipfel stürmen

Was ist Coaching überhaupt?       

Ein Coaching ist wie eine Bergtour. Du hast den Berg ausgesucht, den Du besteigen willst. Du bist der Wanderer, der Coach ist Dein Bergführer. Du musst selbst hinaufsteigen, das kann Dir niemand abnehmen. Und – Du könntest generell auch alleine gehen. Aber ein ortskundiger Bergführer schlägt Dir einen guten Weg vor, spornt Dich an, wenn Du glaubst, Du kommst nicht mehr weiter, verkürzt eventuell die Wegstrecke und ist eine große Unterstützung in der Auswahl der Ausrüstung und bei der Einschätzung der Wetterverhältnisse oder des Schwierigkeitsgrades. Gehen musst Du natürlich selbst – aber der Coach kennt vielleicht sinnvolle Abkürzungen, günstigere Strecken, Quellen, an denen Du Dich erfrischen kannst und schöne Aussichtspunkte, die Du sonst nicht entdeckt oder beachtet hättest und führt Dich sicher zum Gipfel!

Erfolgreich Durchstarten –
mitten in ein neues Leben

Egal, wer Du bist, wo Du bist, was oder wie alt Du bist,
egal ob Du berufliche oder persönliche Veränderungen anstrebst,
entscheidend ist nur eines, dass Du Dich auf den Weg machst.

Und genau da scheitern viele.
Dabei fehlt es ihnen nicht an Kompetenzen, nicht an Ideen oder Träumen. Vielmehr mangelt es an fünf Faktoren, die sie auf der Stelle treten lassen:

  1. Die Klarheit
    Klarheit bedeutet zu wissen, wie ich mir mein Leben in den nächsten Jahren vorstelle. Wenn man einen Neuanfang möchte, sollte man sich erst klar sein, wohin es gehen soll.
    Wir Frauen zerreißen uns oft im Alltag, wir funktionieren im Spannungsfeld der Anforderungen, die an uns gestellt werden. Gleichzeitig spüren wir, dass etwas anders werden sollte in unserem Leben, wissen aber nicht was. Was fehlt, ist eine klare Zielsetzung.
  2. Das Selbstbewusstsein
    Egal in welchem Alter – das Selbstbewusstsein vieler Frauen hängt immer noch zu sehr davon ab, es Anderen recht zu machen und nicht uns selbst. Um anderen zu gefallen, verzichten Frauen auf Ihre Sehnsüchte, auf Ihre Träume. Der Neuanfang bleibt auf der Strecke.
  3. Aktiv werden
    Die Angst vor Fehlern, dem Versagen und der Veränderung an sich, bremst die Bereitschaft zu handeln. Anstatt aktiv zu werden und Veränderung zu suchen, bleibt man in der Komfortzone, denn es  ist oft einfacher, sich selbst vorzumachen, dass alles doch gar nicht so schlimm ist.
    Im altbekannten Elend kennt frau sich wenigstens aus – aber was das Neue so mit sich bringt, wer weiß es schon?
  4. Unsicherheit überwinden
    Wenn wir uns bei einem Neuanfang aus unserer Komfortzone heraus wagen, geraten wir zwangsläufig in das Blickfeld anderer. Die Angst, sich zu zeigen teilen viele Frauen,  weil sie vor Kritik oder Kommentaren der Außenwelt zurückschrecken.
    Was, wenn keiner mich mag, keiner meine Idee toll findet,  man mich für verrückt erklärt? Das Kopfkino übernimmt die Regie – und liefert alle erdenklichen „worse-case-Szenarien“.
  5. Grenzen setzen und sich  wehrhaft   zeigen
    Warum heißt das „fleißige Lieschen“ nicht „fleißiges Paulchen“?  Es sind sehr oft Frauen, denen es sehr  schwer fällt sich abzugrenzen und „nein“ zu sagen.

         Sage „Nein“, wenn Du nein meinst! Hör auf, Dich zu verbiegen! Sei Du selbst, so wie Du bist: ehrlich, ungekünstelt, offen und entspannt.
         Mach Schluss mit blöder Anmache, spitzen Bemerkungen und Machtspielchen. Lerne zu kontern und Dich zu verteidigen!
         Zeige Dich! Hör auf, Dich klein zu reden oder zu verstecken und nutze Dein volles Potenzial. 

femiKIDO® - Das Konzept

Das femiKIDO®  – Konzept beinhaltet 6 Bereiche, die den Bedürfnissen von Frauen entsprechen. Sie werden individuell in den Coaching-Plan der Coachee eingearbeitet und der Einzigartigkeit der Klientin angepasst. 

Diese 6 Aspekte stelle ich Dir hier vor:

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Die Balance

Ausgewählte und aufeinander abgestimmte Übungen aus der klassischen Achtsamkeitslehre und Meditationen aus verwandten Disziplinen bieten der Coachee ein effektives und abwechslungsreiches Coaching, das anerkannt und nachweislich der Stressreduktion dient.

Das Wachstum

Effektive Mentaltechniken und praxisnahe Alltagsübungen lösen unbewusste Blockaden auf, stärken das Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl, implementieren unterstützende Glaubenssätze und stärken Selbstsicherheit und Resilienzfähigkeit.

Die Ambitionen

Die Erarbeitung eines klaren Zieles auf Basis der eigenen Wertehierarchie, effektive Motivationsstrategien und der richtige Umgang mit dem „inneren Schweinehund“, sowie die Erarbeitung einer Vision oder Mission, die dem Leben einen tiefen Sinn schenkt.

Die Gesprächskunst

Die duale Welt der geschlechtsspezifischen Sprachstile,  Feedbackregeln, der Umgang mit Kritik und Konflikten und die Grundfähigkeit, schnell eine gute und stabile Beziehung zu anderen Menschen aufzubauen sind elementare Kenntnisse, die sich sowohl im Berufs- als auch Privatleben positiv auswirken. Auch Bewerbungsgespräche und Gehaltsverhandlungen gehören in diesen Bereich.

Die Wehrhaftigkeit

Selbstschutzstrategien und Konter-Strategien zur Abwehr verbaler Angriffe, kleiner Spitzen oder massiver Anfeindungen und auch der oft subtileren, aber sehr schmerzlichen Machtstrategien von Frauen gegenüber Frauen.

Die hier vermittelten Konter-Möglichkeiten dienen ausschließlich der Selbstverteidigung

Das Charisma

Eine Körperhaltung, die sich mit der Zeit durch ein wachsendes Selbstvertrauen und zunehmende Selbstsicherheit ganz natürlich weiterentwickelt, ist gerade zu Beginn ein wichtiges Hilfsmittel, um eine innere Stabilität und Überzeugungskraft nach außen zu zeigen.
Das Erkennen und Verändern eigener, unbewusster Körpersignale der Unsicherheit kann den entscheidenden Unterschied machen.

Über mich

Wir glauben, Erfahrungen zu machen, aber die Erfahrungen machen uns. (Eugène Ionesco)

Zert. Coach & Trainerin nach DVNLP

Kinder-, Jugend- und LernCoach NLPaed

Wingwave-Coach, Provokative Therapie,

Transaktionsanalyse, Resilienz- und Achtsamkeitstraining

Ich begleite Frauen
– im beruflichen oder privaten Umbruch
– vor wichtigen Entscheidungen
– in Krisensituationen
– mit dem Wunsch, neue Ziele zu reflektieren
– in Konflikten
– im Umgang mit Stress

Starenweg 4
71543 Wüstenrot
Tel:    07945 941735
Mail: 
https://Gipfelstuermer-Coaching.de

 

Drei Beispiele aus der Coaching-Praxis

Hauptgewinn - nicht Bettlerin

Wenn Du vom Wohlwollen und der Entscheidung anderer abhängig bist – bettle nicht – überzeuge!

Judith sucht seit längerer Zeit eine Wohnung für sich und ihren 7jährigen Sohn. Sie ist in einer echten Notlage, ihre Miete für die kleine Altbauwohnung in einer deutschen Großstadt ist innerhalb kurzer Zeit explodiert. Ihr Verdienst als Teilzeitkraft  in einem gastronomischen Betrieb reicht schon lange nicht mehr. Bisher hat sie diese Lücke noch über Ersparnisse ausgleichen können, aber nun gehen die Reserven zur Neige. Es wird eng.

Die freie Wohnung wäre der 6. im Lotto! Renoviert, ruhig gelegen, im gleichen Stadtteil und fußgängig zur Grundschule, in die Tim geht, ausreichend groß, hell und- vor allem – bezahlbar, einfach ideal! Aber bestimmt gibt es viele Interessenten, die das auch so sehen. Eine alleinerziehende Mutter mit einer Halbtagsstelle und überschaubaren Einkommen, die Gastro gilt in diesen Tagen auch nicht immer als krisenfest, und dann ist da auch noch der Hund…. Judith sammelt fleißig Argumente, die gegen sie sprechen und wird immer hoffnungsloser.

Als der Besichtigungstermin fest steht, ruft sie mich in der Praxis an. ….

Es gibt zahllose Beispiele, wie Menschen in Situationen kommen, in denen sie etwas dringend „brauchen“ und damit in die Abhängigkeit von anderen geraten. Dies führt zu einer denkbar ungünstigen Verknüpfung der inneren Balance, unserer Ausstrahlung und des Verhaltens.

Ein paar Beispiele:

Du suchst dringend eine neue, berufliche Aufgabe. Die Anzeige klang sehr verlockend und das Jobprofil würde genau zu Dir passen. Das Vorstellungsgespräch rückt näher und Du wirst täglich unsicherer.

Du willst Dich selbständig machen, brauchst Startkapital und weißt, Du musst den Herrn von der Bank von Deinem Konzept überzeugen, oder Du suchst eine passende Örtlichkeit für Deine Praxis oder den Laden, die bezahlbar ist, eine gute Lage hat und Parkmöglichkeiten bietet. Aber Du stehst eben noch am Anfang, Bilanzen der letzten Jahre kannst Du nicht vorlegen.

Es war schon immer Dein Wunsch, Dein Kind im örtlichen Waldkindergarten unterzubringen. Er hat ein tolles pädagogisches Konzept, das Essen ist hochwertig und er ist nur 10 Min von zuhause. Es gibt nur sehr wenige freie Plätze und man sagt, die Leiterin entscheide nicht nach Anmeldeliste, sondern lieber nach eigenen Sympathiekriterien.

Und schon ist es da, dieses Gefühl, von Wohl und Wehe eines anderen Menschen abhängig zu sein und futsch ist sie, die Souveränität. Stattdessen ist da ein Druck auf dem Magen und weiche Knie.

Viele Frauen verfallen hier in eine Haltung, mental wie auch körperlich, die genau diese Bedürftigkeit erkennen lässt. Sie zeigen sich hilflos, unterwürfig und beschwichtigend. Gesenkter Blick, hängende Schultern, vorgekippter Oberkörper, leicht gesenkter oder seitlich geneigter Kopf.

Auch erzählen sie gerne und detailliert von ihrer Notlage, von der Dringlichkeit, die sie antreibt und hoffen auf einen guten, wohlwollenden Menschen, der ihnen aus ihrer Notlage hilft und ihnen die Wohnung, den Kredit, den Kitaplatz zuspricht.

Das war wohl auch Judiths Strategie, als sie zu mir in die Praxis kam. Wir spielten einige Szenen der Besichtigung durch und da stand sie, unterwürfig, mit einem flehenden Blick und der Geschichte ihrer schwierigen Situation.

Viel Zeit hatten wir nicht, die Besichtigung sollte schon 2 Tage später sein.

Also bat ich sie, sich in die Situation des Maklers zu versetzen. Welche Art von Mieterin würde er wohl wollen? Eine bedürftige, unsichere Frau mit wenig Geld, wenig Selbstbewusstsein, die offenbar ihr Leben nicht so wirklich im Griff hatte? Die Probleme waren ja vorprogrammiert.

Oder eine selbstbewusste junge Frau, die ihr Leben mit Kind und Hund offensichtlich gut bewältigt bekam und trotz eines nicht üppigen Budgets voll Optimismus und Zuversicht ihren Alltag wuppte.

Judith verstand sofort, worauf ich hinaus wollte.

Sie entspannte sich, atmete einige Male tief durch und dachte nach. Dann lächelte sie und sagte: „Ok, nochmal das Ganze!“ Wir wiederholten die Szenen und sie war eine komplett andere. Eine Persönlichkeit, die Stärke und Selbstvertrauen ausstrahlte. Und sie fühlte sich auch sichtlich wohl.

Ich  leitete sie an, diese Szenen mental noch mehrfach zu wiederholen. Dabei setzte sie mehrere Anker, um bestimmte Gefühlsmomente abrufbar zu haben.

Judith unterschrieb 5 Tage später den Mietvertrag. Sie hatte sich gegen 25 andere Interessenten durchgesetzt. Die Maklerin, eine Dame mittleren Alters,  hatte ihr ohne Zögern den Zuschlag mit den Worten gegeben: „Ich finde es toll, wie Sie ihr Leben meistern und ich wünsche Ihnen, dass dieses neue Zuhause ihnen Glück bringt!“

Na, geht doch! 😉

Das Leben in der Giftküche

Es ist eine verbreitete Fehlannahme, dass Frauen immer die Opfer sind und Männer die Aggressoren. Und auch wenn es nicht gerne thematisiert, ja zuweilen sogar tabuisiert wird, es ist Teil der Realität, vor allem im Berufsleben, dass auch Frauen über ein, zugegeben subtileres, aber bei manchen ausgeprägtes Aggressionspotential verfügen und das auch und vor allem gegen Frauen! Wer in einem Frauenteam arbeitet, muss das wissen!

Silvie L. liebt ihre Arbeit als Erzieherin. Sie macht einen tollen Job, ist bei den Kindern, den Eltern und ihren Kolleginnen sehr beliebt. Sie gilt als  kreatives Multitalent im Team und hilft auch gerne bei Projekten in anderen Gruppen.  Es ist ihr nichts zu viel und „NEIN!“ scheint es in ihrem Wortschatz nicht zu geben. Kurzum, Silvie ist jemand, den man mag!

Auf einer Feier der Einrichtung würdigt ihre Vorgesetzte Silvies Einsatz und ihre Fähigkeiten vor allen Mitarbeiterinnen und Eltern.  Und plötzlich ist alles anders! Ihr Arbeitsalltag wird zum Spießroutenlauf. Wenn Silvie einen Raum betritt, indem gerade noch angeregt gesprochen wurde, verstummt das Gespräch. Man geht ihr aus dem Weg, die gemeinsamen Pausen finden nicht mehr statt. Niemand will mehr ihre Hilfe und hinter ihrem Rücken wird getuschelt. Wichtige Informationen erhält sie, wenn überhaupt, viel zu spät, wichtige Unterlagen verschwinden. Silvie ist ratlos. Sie versteht überhaupt nicht, was gerade passiert, traut sich aber auch nicht, die Missstände anzusprechen.

Solange eine Kollegin zur harmonischen Stimmung einer Frauengruppe beiträgt, sich einordnet, sich hilfsbereit zeigt, aber weiter nicht auffällt, ist alles gut.

Sobald sie sich jedoch von den anderen abhebt, hervorsticht, möglicherweise sogar von Vorgesetzten gelobt, oder befördert wird, kann das in einem auf Gleichheit ausgerichteten Beziehungssystem ganz schnell zu großen Problemen für sie führen. „Die glaubt wohl, sie sei etwas Besseres!“ Schlagartig wird man von der eben noch so harmonischen Gruppe in die Verbannung geschickt. Dabei ist gerade die persönliche, oft freundschaftliche Vertrautheit das Material, aus der die Waffen geschmiedet werden.

Wer in der Isolation gelandet ist, brauch wahrlich ein dickes Fell. Das Gemeinschaftsgefühl der Gruppe, der man nun alleine ausgesetzt ist, hat sich nochmals verdichtet und wenn es auch innerhalb der Gemeinschaft Wortführerinnen gibt, die die Krise immer weiter anheizen, ist es kaum möglich, sie herauszufiltern. Die Gruppe schützt sie bedingungslos.

In einem solchen Fall hilft es auch nicht viel, sich einer/einem Vorgesetzten anzuvertrauen und auf Hilfe zu hoffen. Selbst wenn man diese Unterstützung bekommt, verschärft das die Lage weiter.

Wer keine starken Nerven und einen Panzer als Stahl hat, streicht hier besser die Segel und bittet um Versetzung in eine andere Abteilung oder Einrichtung. Gerade das Bedürfnis von Frauen nach der Nähe der Gemeinschaft lässt die Ausgestoßene im Hochsommer seelisch erfrieren. Das macht unglücklich und krank.

Kluge Chefinnen in einem reinen Frauenteam kennen diese Falle und haben gelernt, sie zu umgehen, indem sie ihre Position möglichst weit herunterspielen und eher als Teamspielerin  und nicht als Entscheidungsinstanz wahrgenommen werden. Sie reden dann nicht von ihren Zielen, sondern von den Zielen des Teams, nicht von ihren Erfolgen, sondern von den Erfolgen des Teams und nicht von ihren Entscheidungen, sondern von der Teamentscheidung – selbst wenn mit dem Ziel, dem Erfolg oder der Entscheidung niemand etwas zu tun hatte.

Silvie hat nach mehreren Versuchen, sich wieder ins Team einzugliedern, die Einrichtung gewechselt. Sie arbeitet inzwischen in einer Einrichtung mit einem gemischten Team und ist dort sehr glücklich. Auch ihre damals noch unerfahrene Vorgesetzte hat viel gelernt aus dieser Aktion! Sie würdigt die gute Arbeit Einzelner nur noch in 4 Augengesprächen – oder sie lobt das ganze Team.

Aus der Sicht eines hierarchisch Kommunizierenden ist das ein nicht nachvollziehbares Geschehen. In seiner Welt werden Konflikte, auch Rangkämpfe direkt ausgetragen. Und hier zeigt sich dann auch die Stärke dieser Kultur: ist das Thema geklärt, ist es geklärt. Es gibt kein Nachtreten und keinen Dolchstoß in den Rücken.

Das egalisierende, eher weibliche System agiert gemeinschaftlich und indirekt, eine wirkliche Klärung ist hier deutlich schwieriger und seltener. Meist bleibt die einmal Ausgestoßene dann auch für immer draußen vor der Tür!

Seelischer Mülleimer mit Stockholm-Syndrom - Coaching zwecklos!

Auch das gibt es: Mission impossible im Coaching! Wenn die Neigung, anderen zu helfen, übermächtig wird, gibt es Menschen, die dieses Verhalten für sich zu nutzen wissen. Und wenn der Ausgenutzte sich dann mit dem Manipulierer vollkommen solidarisiert, haben wir ein Problem! Ein Beispiel aus der Praxis, wie es auch laufen kann….

Vor kurzem kam Frau Lüders in meine Praxis. Eine Frau um die 50 und arbeitet sein nun fast 27 Jahren in der gleichen Firma, seit 14 Jahren als Chefsekretärin.

Seit der Seniorchef die Firma 2019 verlassen hat und der Junior die Firmenführung übernahm, ist alles anders. Keine geregelte Arbeitszeit mehr, keine entspannten Wochenende, keine festen Arbeitsabläufe. Alle bewährten Routinen haben sich in Luft aufgelöst. Frau Lüders ist fix und fertig. Sie ist müde, ihre Konzentrationsfähigkeit lässt auffallend nach, sie ist zuhause oft nervös und gereizt.

Im Coaching möchte sie ihre Gereiztheit angehen, denn die führt zunehmend zu Spannungen und Streit in der Familie.

Auf meine Bitte hin, beschreibt sie mir die Veränderungen im Arbeitsalltag genauer. Sie erzählt unter anderem, dass der junge Chef sich oft zu ihr ins Büro setzt, um ihr sein Herz auszuschütten. Er habe das Gefühl, die ganze Welt habe sich gegen ihn verschworen. Der Vater (Senior) habe ihn nicht umfänglich eingearbeitet, nicht gut eingeführt, die Belegschaft erkenne ihn nicht als Chef an, man kenne ihn halt noch als den Sohn vom Chef. Außerdem würde er dauernd vom Vater kontrolliert und kritisiert.
Die Angestellten seien unzuverlässig, die Azubis aufsässig und respektlos. Außerdem sei die Situation aufgrund der Pandemie auch nicht einfach, die Umsätze wären rückläufig.

Und am Ende jedes Gespräches betonte er überdeutlich, wie froh er sei, dass er sie, Frau Lüders habe! Ohne sie könnte er das alles niemals schaffen, ohne sie würde er untergehen!

Das schmeichelt Frau Lüders sehr! Und um ihn auch wirklich zu unterstützen, so betont sie mir gegenüber, würde sie ihm abnehmen, was immer möglich sei.

Sie räumt ein, er sei noch nicht organisiert (nach 2 Jahren!) und manchmal auch chaotisch. Auf meine Frage, ob er denn auch so viel arbeite wie sie, verneint sie das, beinah empört. Das könne er nicht. Die Last der Verantwortung wäre schließlich sehr fordernd. Daher würde sie (Frau Lüders) darauf achten, dass er pünktlich nach Hause geht.

Kein Wunder, dass sie am Limit läuft. Und wenn sie dann nach Hause kommt, geht es gerade weiter: einkaufen, kochen, Haushalt und dann, wie erschlagen ins Bett. Ihre drei Kinder, alle schon beinah erwachsen, könnten Aufgaben übernehmen. Aber – das passt nicht in Frau Lüders Weltbild und auch nicht zu ihrem Selbstbild. Und in das ihres Mannes auch nicht.

Dass Ihr junger Chef ihre Schwachstelle erkannt hat und nutzt, will sie nicht hören. Als ich sie darauf hinweise, dass sein Verhalten eine geschickte Strategie ist, um sie immer und immer mehr einzuspannen um sich selbst zu entlasten, reagiert sie sehr verärgert. „Wollen Sie damit sagen, dass der Junge (!!!) mich manipulieren will??“

Frau Lüders Gereiztheit bricht in diesem Moment voll durch! Wütend sagt sie, sie habe geglaubt, ich könne ihr helfen, ich könne ihre Batterien wieder aufladen, ihre Gereiztheit und ihre Nervosität abzubauen – dann verlässt sie die Praxis, so schnell und mit einer knallenden Türe, dass ich keine Chance habe, zu antworten.

Tja… ich hätte ihr gerne geholfen, ich hätte ihr auch helfen können. Allerdings habe ich kein Ladegerät für heruntergewirtschaftete Nerven!
Ich hätte helfen können, Wege zu finden, aus dieser Manipulationsfalle auszusteigen,
ich hätte ihr helfen können, ihre Überfürsorglichkeit abzulegen,
ich hätte ihr Wege zeigen können, ihre Batterien wieder aufzuladen und so ihre Gereiztheit und ihre Nervosität abzubauen.

Allerdings hätte sie dafür eines gebraucht, die Bereitschaft,  Eigenverantwortung  zu übernehmen, unbequeme Wahrheiten anzusehen und zu akzeptieren und eigene Muster zu hinterfragen und  zu verändern.

Coaching kann vieles! Manchmal sogar zaubern, nur nicht hexen! Ein/e Coach kann nur so viel erreichen, wie die Klientin bereit ist mitzugehen. Wo diese Bereitschaft endet, endet auch jede Möglichkeit des Coaches. Der Zahnarzt ist auch machtlos, wenn man den Mund nicht öffnet. Schade um die vertane Chance, denn es ist absehbar, dass Frau Lüders mit Burn-out im Krankenstand landet.

Wenn Du Dich in dieser Geschichte wiedererkannt hast, wenn Du Deine Neigung erkennst, Dich um jeden und alles zu kümmern, wenn Du Menschen in dieser Geschichte wiedererkennst, die zu Manipulationen neigen, um sich selbst einen schlanken Fuß zu machen, dann denk einmal darüber nach, ob es Deine Gesundheit wert ist, an diesen Mustern festzuhalten.

Denk darüber nach, woher diese Muster kommen, welche Glaubenssätze hier wirken, was Dich antreibt, und wem Du damit gefallen möchtest.

Und dann denk darüber nach, was Du ändern kannst und wer Dich  unterstützen kann!
Es lohnt sich!

Eines der Luxusgüter unserer Zeit ist uneingeschränkte Aufmerksamkeit

Die Inhalte des Coachings werden individuell für jede Klientin zusammengestellt und ausgearbeitet. Die gemeinsame Arbeit erfolgt in meiner Praxis oder in Video-Konferenzen. Die Wertschätzung und Würdigung meiner Klientinnen ist mir eine Herzensangelegenheit, Unabhängigkeit und Diskretion eine Selbstverständlichkeit.

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